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Bewerberin im Vorstellungsgespräch

Vorstellungsgespräch

So bereitest du dich richtig vor

Was du vorher klären solltest, welche Fragen oft kommen und welche Fragen du selbst stellen kannst.

Aktualisiert am

Ein Vorstellungsgespräch ist kein Test, bei dem es eine richtige Lösung gibt. Beide Seiten wollen herausfinden, ob es passt. Gute Vorbereitung nimmt dir die Nervosität und zeigt, dass du die Stelle ernst nimmst.

Am Tag davor

  • Stellenbeschreibung noch einmal lesen. Welche Aufgaben, welches Schichtmodell, welche Anforderungen?
  • Weg planen. Wie kommst du hin, wie lange dauert es? Plane zehn Minuten Puffer ein. Bei einem Gespräch im Werk: Gibt es einen Empfang oder einen Portier?
  • Unterlagen bereitlegen. Lebenslauf, Zeugnisse, Nachweise wie Staplerschein, falls gefragt.
  • Kleidung. Sauber und ordentlich. Für ein Gespräch in der Produktion brauchst du keinen Anzug. Ein schlichtes Hemd oder ein Pullover passt.

Fragen, die oft kommen

„Erzählen Sie etwas über sich.“ Kein Lebenslauf von der Schule an. Zwei Minuten: was du zuletzt gemacht hast, was du gut kannst und warum du dich für diese Stelle interessierst.

„Warum möchten Sie bei uns arbeiten?“ Bleib konkret. Zum Beispiel: Du möchtest langfristig in der Produktion arbeiten, die Schichtzeiten passen zu deinem Alltag oder der Betrieb ist gut erreichbar.

„Haben Sie Erfahrung mit Schichtarbeit?“ Sag ehrlich, was du kennst. Wenn du noch nie in Schicht gearbeitet hast, sag, wie du dich darauf einstellst, etwa bei Schlaf, Anfahrt oder Kinderbetreuung.

„Wie gut ist Ihr Deutsch?“ Antworte so, wie es ist. Arbeitgeber merken im Gespräch ohnehin, wie gut du dich verständigen kannst.

„Wann können Sie anfangen?“ Kenne deine Kündigungsfrist, falls du gerade angestellt bist, und nenne ein realistisches Datum.

Fragen, die du selbst stellen kannst

Eigene Fragen zeigen Interesse und helfen dir bei der Entscheidung:

  1. Wie sieht ein normaler Arbeitstag aus?
  2. Wie läuft die Einschulung ab und wer ist mein Ansprechpartner?
  3. Wie ist das Schichtmodell genau aufgebaut?
  4. Wie hoch ist das Bruttogehalt und gibt es Schichtzulagen?
  5. Welche Schutzausrüstung wird gestellt?

Über Gehalt zu sprechen ist in Österreich nicht unhöflich. In Stellenanzeigen muss ohnehin das Mindestentgelt stehen. Frag nach, wenn etwas unklar ist.

Im Gespräch

  • Pünktlich sein, freundlich grüßen, Handy lautlos.
  • Ruhig antworten. Wenn du eine Frage nicht verstehst, frag nach. Das ist besser als eine falsche Antwort.
  • Beispiele statt Behauptungen: Statt „Ich bin zuverlässig“ lieber „In zwei Jahren hatte ich keinen unentschuldigten Fehltag.“

Danach

Notiere dir, was besprochen wurde und wann du eine Rückmeldung bekommen sollst. Wenn bis dahin nichts kommt, ist ein kurzer, freundlicher Anruf oder eine E-Mail völlig in Ordnung.

Checkliste

  • Stellenanzeige gelesen, Aufgaben und Schichtmodell bekannt
  • Weg geplant, zehn Minuten Puffer
  • Unterlagen bereit
  • Antwort auf „Erzählen Sie etwas über sich“ geübt
  • Drei eigene Fragen notiert
  • Kündigungsfrist und frühester Starttermin bekannt

Initiativ bewerben

Ein paar Angaben und dein Lebenslauf. Wir prüfen, welche Stellen zu deiner Erfahrung passen, und melden uns, wenn wir etwas für dich haben.